FAQ

WIE GEFÄHRLICH IST SCHLAFAPNOE FÜR DIE GESUNDHEIT?

Werden die nächtlichen Atemaussetzer nicht behandelt, können diese durchaus schwere Folgeerkrankungen nach sich ziehen. Vor allem das Herz-Kreislauf-System wird stark belastet. Die permanente Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff beeinflusst viele lebenswichtige Körperfunktionen negativ.

MUSS ICH DAS THERAPIEGERÄT UND DIE DIENSTLEISTUNG FÜR MEINE VERSORGUNG SELBST BEZAHLEN?

Ein Therapiegerät ist ein medizinisches Hilfsmittel. Daher übernimmt in der Regel die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für Ihre komplette Versorgung, sofern die Therapie medizinisch notwendig ist. Es ist in der Regel, außer der gesetzlichen Zuzahlung, keine Selbstbeteiligung an den anfallenden Kosten zu erwarten.

Für privat Versicherte kann die Kostenübernahme für die Versorgung je nach Krankenversicherung und den individuell geschlossenen Verträgen variieren. Sie sollten daher immer vorab die Kostenfrage mit Ihrer Krankenversicherung klären.

KANN MAN MIT EINER MASKE IM GESICHT ÜBERHAUPT SCHLAFEN?

Zu Beginn der Therapie ist der Gebrauch der Maske sicherlich ungewohnt. Man gewöhnt sich jedoch recht schnell an die neue Situation, und die Verwendung geht wie selbstverständlich in die alltäglichen Schlafgewohnheiten über. Wichtig ist, dass die Maske eine gute Passform hat und keine Druckstellen hinterlässt. Deshalb wird jede Atemmaske individuell auf den Patienten angepasst.

ICH SCHNARCHE AB UND ZU. LEIDE ICH DESHALB AN SCHLAFAPNOE?

Beinahe die Hälfte aller Deutschen schnarcht zumindest manchmal. Und da Schnarchen viele Ursachen haben kann, ist es kein klarer Indikator für eine Schlafapnoe. Ein ernstzunehmendes Warnzeichen ist allerdings dauerhaft starkes und unregelmäßiges Schnarchen nach dem Prinzip „Schnarchen – Stille – Luftschnappen“. Auch wenn andere Risikofaktoren hinzukommen, sollten Sie ein besonderes Augenmerk darauf haben, ob Sie sich tagsüber oft unausgeschlafen und erschöpft fühlen. Dazu gehören zum Beispiel starkes Übergewicht, eine Diabetes-Erkrankung oder übermäßiger Nikotin- und Alkoholgenuss. Im Zweifelsfall sollten Sie sich für eine erste Untersuchung an Ihren Hausarzt wenden.

KÖNNEN BEI DER THERAPIE NEBENWIRKUNGEN AUFTRETEN?

Verglichen mit anderen Therapieformen ist die Beatmungstherapie sehr gut verträglich. Hin und wieder kann es durch die Luftströmung dazu kommen, dass die Schleimhäute im Nasen- und Rachenbereich austrocknen. Zuverlässige Abhilfe schafft ein Atemluftbefeuchter, der die zugeführte Luft leicht mit Wasserdampf versetzt. So werden die Schleimhäute nicht mehr gereizt. 
Da immer auch etwas Luft verschluckt wird, kann es bei einigen Patienten unmittelbar nach dem Aufstehen zu verstärktem Aufstoßen und Völlegefühl kommen. Dies klingt in den meisten Fällen aber schnell wieder ab.

MUSS MAN DAS GERÄT JEDE NACHT NUTZEN?

Die Schlafapnoe kann zwar sehr gut behandelt, aber leider noch nicht geheilt werden. Dies bedeutet, dass die Anzahl der nächtlichen Atemaussetzer nicht weniger wird, wenn man die Therapie absetzt. Schläft man also ohne Maske, treten sofort alle Symptome wieder auf. Daher ist es wichtig, die Therapie möglichst jede Nacht anzuwenden. Ansonsten kommt es sofort wieder zum gefährlichen Ablauf von Atemstillstand und lautem Luftschnappen. Falls Sie das Therapiegerät einmal nicht benutzen können, zum Beispiel bei Erkältungskrankheiten, besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt. Er kann mit Ihnen klären, ob es unproblematisch ist, die Therapie für eine kurze Zeit zu unterbrechen.

WO BEKOMME ICH EIN THERAPIEGERÄT?

Ein Therapiegerät, das Sie bei sich zuhause anwenden können, wird Ihnen von Ihrem behandelnden Arzt im Schlaflabor verschrieben.

WAS KANN ICH TUN, UM EINER SCHLAFAPNOE VORZUBEUGEN?

Wie bei vielen anderen Erkrankungen ist auch bei der Schlafapnoe eine gesunde Lebensweise die beste Vorbeugung. Dies bedeutet, in möglichst allen Lebensbereichen darauf zu achten, sich ausgewogen zu verhalten: Die richtige Balance zwischen Job und Privatleben, genügend Sport und Bewegung, eine gesunde Ernährung und natürlich auch persönliche Auszeiten für Ruhe und Entspannung. Absolut sichere Maßnahmen gibt es allerdings nicht, denn grundsätzlich kann die Schlafapnoe jeden treffen, unabhängig von Alter oder Geschlecht. Zur größten Risikogruppe allerdings gehören stark übergewichtige Männer ab 40 Jahren.

WER SOLLTE IN EINEM SCHLAFLABOR UNTERSUCHT WERDEN?

Wenn Sie bei sich Beschwerden bemerken, die auf eine Schlafapnoe hinweisen, sollten Sie sich immer zuerst an Ihren Hausarzt wenden. Sollte es notwendig sein, wird dieser Sie an einen Facharzt überweisen, der Sie dann an ein Schlaflabor überweist. Sie sollten sich dann in einem Schlaflabor untersuchen lassen, wenn Sie: – Ein- oder Durchschlafstörungen von mehr als vier Wochen Dauer haben häufig oder längerfristig Schlafmittel einnehmen – tagsüber häufig und scheinbar grundlos sehr müde sind oder sogar unfreiwillig einschlafen – beim Autofahren einschlafen oder häufig wegen Müdigkeit Pause machen müssen stark und unregelmäßig schnarchen oder Ihr Bettpartner Atempausen bemerkt hat morgens völlig zerschlagen und müde aufwachen nachts stark schwitzen