Patienteninformationen

Schlafapnoe

Schnarchen und Schlafapnoe sind weit verbreitete schlafbezogene Atmungsstörungen (SBAS), die Schlafqualität, Gesundheit und Lebensqualität negativ beeinflussen können.

Bei Schlafapnoe-Patienten setzt mindestens 10 Mal pro Stunde für 10 Sekunden oder länger die Atmung aus. Solche krankhaften Stillstände der Atmung können bis zu mehrere hundert Mal pro Nacht auftreten und einzelne Ereignisse können länger als eine Minute andauern.

Man rechnet damit, dass bis zu 5 Prozent der erwachsenen Bevölkerung davon betroffen ist. Schlafapnoe ist damit also genauso verbreitet wie etwa Diabetes oder Depressionen.


Therapieformen

DIE NASALE ÜBERDRUCKBEATMUNG

Patienten mit einer mittelschweren bis schweren obstruktiven Schlafapnoe und/oder ausgeprägten Beschwerden benötigen eine nächtliche Atemhilfe mittels kontinuierlicher Überdruckbeatmung durch die Nase.

CPAP-ATEMTHERAPIE (CONTINUOUS POSITIVE AIRWAY PRESSURE)

Diese Geräte erhöhen anfangs den kontinuierlich zugeführten Luftdruck in den oberen Atemwegen (Rampe) bis der eingestellte Therapiedruck erreicht ist. Der zugeführte Therapiedruck bleibt während des Ein- und Ausatmens immer gleich.

APAP-ATEMTHERAPIE (AUTOMATIC POSITIVE AIRWAY PRESSURE)

Der Luftdruck wird durch das Gerät an bestimmte „Atmungsereignisse“ angepasst, sogenannte respiratorische Ereignisse. Solche Ereignisse sind typischerweise Atemaussetzer oder heftiges Schnarchen. Der Druck passt sich innerhalb vorgegebener Grenzen an, die im Schlaflabor als Minimal- und Maximaldruck festgelegt werden.

BILEVEL-ATEMTHERAPIE

Diese Therapieform funktioniert ähnlich wie beim CPAP-Gerät. Für die Ein- und Ausatmung können zwei unterschiedliche Druckwerte eingestellt werden. Die Geräte werden vor allem bei Patienten eingesetzt, die einen höheren Druck benötigen, um die Atemwege offen zu halten. Bilevel-Geräte werden teilweise auch bei der zentralen Schlafapnoe eingesetzt.

Maskenanpassung

Auf den ersten Blick scheint der Maskenkomfort selbstverständlich zu sein. Jedoch brechen viele Patienten ihre CPAP-Therapie oft innerhalb der ersten Wochen ab, da sie die ausgewählte Maske nicht tolerieren. Falls Sie Probleme haben, sich an Ihre Maske zu gewöhnen, wenden Sie sich in allen Fällen zuerst an unser Service-Team. Hier kann man Ihnen bei der Maskenanpassung sowie bei der eventuell erforderlichen Auswahl einer anderen, besser passenden Maske behilflich sein. Oftmals lohnt es sich, verschiedene Maskentypen auszuprobieren. Meist ist die erste Maske nicht gleich die beste. Lassen Sie sich unbedingt verschiedene Modelle zeigen. In den meisten Fällen wird die Anschaffung einer neuen Atemmaske von der Krankenkasse übernommen. Weitere Informationen erhalten Sie bei uns in der CPAP CARE GmbH.

Atemmasken müssen nicht unbequem sein und sie dürfen definitiv keine Schmerzen verursachen! Es ist anfangs immer ein fremdes Gefühl mit einer Maske auf dem Gesicht zu schlafen. Das gleiche gilt jedoch auch für das Tragen einer Brille oder von Kontaktlinsen.

Therapieoptimierung

Sie wollen die Symptome der Schlafapnoe beseitigen, gesund und erholsam schlafen und somit Ihre Lebensqualität erheblich steigern. Ferner eliminieren Sie durch die Atemtherapie viele weitere gesundheitliche Risikofaktoren.

Nutzen Sie Ihr Atemtherapiesystem immer wenn Sie sich schlafen legen – egal ob tagsüber oder nachts. Denn je öfter Sie die Atemtherapie anwenden, desto weniger wird Ihr Schlaf zum Albtraum.

Stellen Sie sicher, dass Ihre Maske bequem sitzt und weder Druckstellen noch Luftleckagen zwischen Maskenkissen und Gesicht verursacht. Um sowohl die beste Maske als auch die optimale Maskeneinstellung zu finden, sollten Sie sich in allen Fällen zuerst an uns wenden. Oftmals hilft z.B. die Verwendung eines Atemluftbefeuchters um den Komfort der Therapie deutlich zu steigern und Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit, Nasenschleimhautentzündungen, Fließschnupfen oder gar Nasenbluten vorzubeugen.

So wie eine Brille eine Sehhilfe ist, ist die CPAP-Therapie eine Atemhilfe. Sie trägt entscheidend dazu bei, Ihre Lebensqualität zu steigern und mögliche Folgeerkrankungen zu vermeiden. Mit der Atemtherapie tun Sie sich und Ihrer Gesundheit etwas Gutes. Am Anfang braucht es etwas Zeit, um sich an die Therapie zu gewöhnen. Doch schon bald ist die Anwendung der Maske im Schlaf genauso Gewohnheit wie das abendliche Zähneputzen.

( Mit freundlicher Unterstützung der Firma Resmed )